Review: "A Cure For Wellness" (Suspense-Horror)

Review: "A Cure For Wellness" (Suspense-Horror)

* * * * * * * * (8 von 10 Sternen)

Es gab eine Zeit vor der „Fluch der Karibik“ Trilogie, da hat Regisseur Gore Verbinski schon Filme gemacht. Dazu zählen u.a. der anarchische „Kinderfilm“ „Mäusejagd“ und das amerikanische Remake von „The Ring“. Letzterer überzeugte durch eine düstere und dichte Atmosphäre, einem faszinierenden Szenenbild und Bildsprache und natürlich mit einigen Gruselmomenten. Ein Film vom selben Schlag ist auch „A Cure For Wellness“

 (C) 20th Century Fox / Regency / Studio Babelsberg

(C) 20th Century Fox / Regency / Studio Babelsberg

Die Story des, von Studio Babelsberg co-produzierten, weil überwiegend in Deutschland gedrehten Gruselstreifen, begeistert schon mal mit der irrwitzigen Idee, den Grusel in einem Hort der Entspannung und Ausgeglichenheit spielen zu lassen: in einem Wellnesshort. Diese Idee kostet Verbinski zusammen mit seinem Drehbuchautor Justin Haythe („The Lone Ranger“) im ersten Drittel genüsslich aus. Als Zuschauer ist man immer zwischen Wohlsein und Unwohlsein hin- und hergerissen. Danach schlägt die Story einen Bogen und spitzt die ganze Szenerie dramatisch zu. Ab jetzt jagen uns die Filmemacher klassisch durch ein Areal von Grusel und feinem aber zurückhaltenden Horror.

 (C) 20th Century Fox / Regency / Studio Babelsberg

(C) 20th Century Fox / Regency / Studio Babelsberg

Die gesamte Welt spielt sich auf in der Schweiz befindlichen Schloss (was eigentlich in Deutschland steht), doch der Regisseur gönnt uns einen kurzen Ausflug in ein schweizer Provinznest mit musikalischer Untermalung deutscher Interpreten wie „Söhne Mannheims“ und „BlitzKill“ und der österreichischen Band „Bilderbuch“. Zum Schluss wird die Story mit mittelalterlichen Aspekten wie Verbrennung gespickt. Teilweise ist das Storytelling ein wenig wirr und nicht jeder Twist zündet.

Die Story dieses „Gotik-Grusel“ Films wird komplettiert mit dem typischen Look von Gore Verbinski. Die Bildinszenierung bedient eine Bannbreite von wunderschönen Landschaftsaufnahmen, wohliger Wellness-Atmosphäre und verwandelt langsam diese wohlige Oase in einen Ort des Unwohlseins und des Grusels. Dabei überzeugt das Szenenbild und die Ausstattung. Die Kameraarbeit ist erstaunlich ruhig und konzentriert darauf, alle Emotionen aus dem Bild auf die Leinwand zu filtern.

 (C)20th Century Fox / Regency / Studio Babelsberg

(C)20th Century Fox / Regency / Studio Babelsberg

Dane DeHaan („Chronicles“), Jason Isaacs („Harry Potter“) und Mia Goth („Everest“) überzeugen am meisten in dem atmosphärischen Gruselfilm. Auch ein paar deutsche Kollegen wie Peter Benedict, Michael Mendl und Susanne Wuest haben einen Auftritt und überzeugen teilweise mehr oder weniger mit einem schweizer Dialekt.

Genauso atmosphärisch wie die Bilder ist auch der Soundtrack von Benjamin Wallfisch, der zuletzt vor allem für Hans Zimmer gearbeitet hat.

Fazit: „A Cure For Wellness“ überzeugt als ruhiger atmosphärischer Gruselfilm mit einer Story, die zwar ihre Schwächen hat, aber mit einem coolen USP überzeugt. Die Schauspieler sind gut und passen sich der atmosphärischen Bildsprache gut an.

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