Review: Tomb Raider (2018) - Action Adventure

Review: Tomb Raider (2018) - Action Adventure

* * * * * * * (7 von 10 Sternen)

++ Nerdmodus On ++ 2013 gab es unter einen neuen Publishern und Gameproduzenten einen Reboot vom Game „Tomb Raider“. 5 Jahre später folgt von auch der Reboot im Kino. Und hier ist es genauso: Für die Lara Croft Filme mit Angelina Jolie war damals Paramount Pictures verantwortlich. Jetzt übernehmen Warner Bros. Pictures und Metro-Goldwyn-Mayer zusammen mit dem Publisher des neuen Games Square Enix das Ruder. Und mit Alicia Vikander ist erneut eine Oscar-Preisträgerin („The Danish Girl“) für die diesmal junge Lara Croft gecastet worden ++ Nerdmodus Off ++ Herausgekommen ist ein (nur) solider Action-Abenteuer Streifen.

 (C) MGM / Warner Bros. Pictures

(C) MGM / Warner Bros. Pictures

Die drei Autoren Geneva Robertson-Dworet, Alastair Siddons und Evan Daugherty steigen nach einer recht kurzen Etablierung nach Breaking News Manier sofort in die Story ein und charakterisieren ihre Hauptfigur Lara Croft vor allem über Physis. Auf der emotionalen Ebene findet der Zuschauer keine Möglichkeit zur Synchronisation. Somit bleiben die Konstellationen und die Konflikte zwischen den Figuren für den Zuschauer recht blass und es fällt recht schwer mitzufiebern. Selbst die antagonistischen Charaktere bleiben durch eine oberflächliche Motivation recht blass. „Tomb Raider“ präsentiert uns ansonsten eine klassische Action-Adventure Story, einen Mix als Rätsellösen, tödlicher Archäologie und ein Wettlauf gegen die Zeit und die antagonistische Kraft. An einigen Stellen ist eine Prise Humor gestreut worden, der jedoch nicht immer funzt. Warner Bros. und MGM spekulieren auf ein neues Franchise und entsprechend ist die Story auch angelegt.

Das Schauspieler Ensemble um Alicia Vikander hat sichtlich Mühe den leider oberflächlich gezeichneten Figuren spielerisches Profil zu entlocken. Besonders bei Vikander bemerkt der Zuschauer die Spielfreude und das Bedürfnis eine spannende Lara Croft zu präsentieren. Leider lassen Drehbuch und Figurenzeichnung das nicht zu. Physisch dagegen überzeugt Vikander auf ganzer Linie und weiß in vielen Actionsequenzen zu begeistern. Dominc West („300“), Kristin Scott Thomas („Die Dunkelste Stunde) und Daniel Wu („Into the Badlands“) scheinen sich mit ihrem Figurenschicksal arrangiert zu haben. Walton Goggins („The Hateful Eight“), ein charismatischer Zeitgenosse, hat seine liebe Mühe seinem antagonistischen Charakter Tiefe zu verleihen.

 

 (C) MGM / Warner Bros. Pictures)

(C) MGM / Warner Bros. Pictures)

Auf der Habenseite stehen bei „Tomb Raider“ die Actionszenen und die Bildgestaltung. Der norwegische Regisseur Roar Uthaug erfindet das Actionrad nicht neu, inszeniert die Actionsequenzen mit einer gewissen Intensität und unterhält den Zuschauer damit prächtig. Zudem überzeugen auch die Kulissen, das Production Design und die Locations. Die Bildgestaltung erweist sich als fokussiert und durchdacht. Keine unnötige Wackelkamera und die Zuschauer verlieren nie den Überblick. Einige Akzente setzt der Score von Tom Holkenborg („Mad Max – Fury Road“), bleibt aber kaum im Gedächtnis.

Fazit: „Tomb Raider“ soll die Geschichte um Lara Croft neu beleben. Doch das geplante Franchise weist im ersten Film einige Schwächen in der Dramaturgie auf, gegen die das Schauspieler Ensemble ankämpfen muss. Gute Action-Sequenzen runden das Bild zu einem soliden Adventure Streifen ab.

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