Review: King Arthur - Legend of the Sword (2017) - Fantasyfilm

Review: King Arthur - Legend of the Sword (2017) - Fantasyfilm

* * * * * * * * * (9 von 10 Sternen)

Der erste Gedanke, der einem in den Sinn kommt ist: „Was? Schon wieder eine King Arthur Verfilmung?“ Doch halt. Bevor voreilige Schlüsse über Hollywoods Reboot Wahn gezogen werden, ist ein Faktor entscheidend: Guy Ritchie. Und ja: Der Name Guy Ritchie hält immer noch was er verspricht. Diese Neuinterpretation der berühmte englischen Artus Sage ist mit den bisherigen Produktionen nicht zu vergleichen.

 (C) Warner Bros. Pictures / RatPac - Dune Entertainment / Village Roadshow Pictures

(C) Warner Bros. Pictures / RatPac - Dune Entertainment / Village Roadshow Pictures

Wie in „Sherlock Holmes“ setzt Guy Ritchie kreativ seinen eigenen Kopf durch und hat ein Gespür den literarischen oder historischen Vorlagen gleichzeitig zu huldigen, ihnen aber auch ein komplett runderneuertes Facelifting zu geben. Der Regisseur, der zusammen mit den Autoren Lionel Wigram („Sherlock Holmes“ / „Codename: U.N.C.L.E.), Joby Harold und David Dobkin („Jack and the Giants“) auch das Drehbuch verfasst hat, entführt uns in einen wilden Ritt aus Ritterfilm, Fantasy und Rockerfilm mit coolen Sprüchen und lässiger Inszenierung. Der Regisseur pfeift dabei auf die klassische chronologische Erzählweise, springt kreativ in den Zeiten. Er zaubert rassige Dialoge hervor und stattet seinen Figuren mit einer gewissen Lässigkeit aus. Der Film überzeugt mit grandiosen Ideen. Die Background-Stories der Figuren sind vollkommen neu und anders. Arthur kommt aus der Gosse und wuchs in einem Bordell auf. Einzig die Charakterisierung und die Tiefe der Figuren lässt ein klein wenig zu wünschen übrig, bedenkt man aber, dass Ritchie mit „King Arthur“ eine Filmreihe erschaffen will, kann man gespannt sein, was da noch kommt.

 (C) Warner Bros. Pictures / RatPac - Dune Entertainment / Village Roadshow Pictures

(C) Warner Bros. Pictures / RatPac - Dune Entertainment / Village Roadshow Pictures

Wenn der Zuschauer in einem Guy Ritchie Film sitzt, merkt er sofort, dass ein Guy Ritchie Film über die Leinwand flimmert. Die visuelle Inszenierung ist unverkennbar und untermauert den unkonventionellen Erzählstils des Regisseurs. Die Bilddramaturgie entspricht dem, was der Regisseur in seinen beiden „Sherlock Holmes“ Filmen entwickelt hat. Atmosphärisch und mit einigen Eye Catchern. Mit „King Arthur“ präsentiert Ritchie einen recht düsteren Film. Helle Farben und Lichtspiele sind nahezu nicht existent. Manchmal schrammt der Film am berühmt berüchtigten CGI-Overkill vorbei.

 

Charlie Hunnam („Sons Of Anarchy“) übernimmt die Hauptrolle und spielt die Figur des Arthur, so wie es von Ritchie angedacht ist. Er füllt dessen Neuinterpretation der Figur mit Leben aus und muss nicht fürchten, ein schweres filmisches Erbe anzutreten. Als Antagonist ist diesmal Jude Law dabei, der jetzt keine dramaturgischen Höhepunkte auskostet, aber manchmal mit einem gewissen Understatement performt. Das Ensemble wird komplettiert durch Aidan Gillen („Game Of Thrones“), Djimon Hounsou („Blood Diamond“ „Guardians of the Galaxy“) und Eric Bana („Star Trek“ „Troja“).

 (C) Warner Bros. Pictures / RatPac - Dune Entertainment / Village Roadshow Pictures

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Die Überraschung kommt in Form von Filmkomponist Daniel Pemberton („The Counseler“) um die Ecke. Der erste wehmütige Gedanke, dass Hans Zimmer diesmal nicht den Score schreibt, verflüchtigt sich schnell, wenn der Zuschauer den treibenden Score das erste Mal hört. Hier trifft traditionelle Instrumentalmusik auf Electronic und Rock. Eine großartige Kombination.

 

Fazit: „King Arthur – Legend of the Sword“ überzeugt durch seine Neuinterpretation, dem typischen Guy Ritchie Style, den gut aufgelegten Schauspielern und dem treibenden Score

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