Weshalb du niemals nach Tansania reisen solltest.. | LIFE ALL STARS

MIT TURKISH AIRLINES NACH TANZANIA

Im Februar 2017 ist Filmemacher Deutschland abermals für die Life All Stars unterwegs in Tanzania. Dieses Mal wurde sie unterstützt von Turkish Airlines, die mit der Bereitstellung der Flüge diesen Abstecher erst ermöglichten. Bei diesem ersten Projekt im neuen Jahr, nahmen sie erneut einen glücklichen Filmemacher der Community mit auf die erlebnisreiche Reise. Joshua Maciejok verschaffte sich die Aufmerksamkeit der größten Filmschaffenden Community Deutschlands mit seinem Jordanien-Hit „just another travel video - welcome to jordan“. Er sollte der abenteuerlichen Reise seinen persönlichen Stempel auflegen, indem er die Bilder festhält und zu einem schönen Kurzclip verarbeitet. Das Ergebnis haben wir Euch oben bereits vorweg genommen. 

Außerdem sollte später noch Max Muench zu der kleinen Gruppe hinzustoßen, der eine besondere Verbindung zu Filmemacher Deutschland hat. Bereits beim ersten Großprojekt im Mai 2016 involviert, begleitete er das Filmemacher Team als Fotograf und Influencer der besonderen Art. Fotos von ihm sind einzigartig und nicht um sonst ist sein Stil weltweit prägend für eine ganze Sparte der Landscape Fotografie.

Nach dem angenehmsten Flug, den das Filmemacher Team jemals hatte, kamen wir um 3 Uhr nachts am Kilimanjaro Flughafen im Norden Tanzanias an. Dies ist nicht etwa eine schmeichelhafte Werbung für unsere Sponsoren der Flüge, sondern eine mehr als zutreffende Tatsache, da wir die Ehre hatten erster Klasse zu fliegen und auch zu pausieren am Umschlagflugplatz in Istanbul in der Business Lounge. Ein starker und wohltuender Kontrast zum Programm der nächsten 9 Tage. Zu dritt warteten wir in der absoluten Dunkelheit des kleinsten Flughafens, den wir jemals sahen auf unsere Abholung. Das Land empfing uns abenteuerlich und …afrikanisch, denn jene Abholung erfolgte nicht und wir nahmen nach fast zwei Stunden des Wartens selbst ein Taxi zum Hotel.


MOSHI UND DIE ANDA GIRLS

Die ersten Tage verbrachten wir rein in Moshi und der Umgebung. Diese wurde uns von unseren Partnern ANDA Adventures ausführlich zum Besten gegeben. Die kompetenten und sympathischen Power-Ladies von ANDA zeigten uns die bekannten und unbekannten Highlights der Region. Sie führten uns zu Wasserfällen und in Höhlen, zeigten uns den Dschungel, gigantische Bäume, frei lebende Affenherden und riesige Reisplantagen. Sie fuhren mit uns durch die Savanne und tauchten mit uns in dem schillernden blauen Wasser einer unglaublichen Wüstenoase ab. Wir besuchten gemeinsam Waisenhäuser, Schulen und Hilfsprojekte, standen am Rande des Kilimanjaro, aßen zu Abend in köstlichen Restaurants und überlebten sogar einen Sandsturm zusammen. Es waren äußerst erlebnisreiche vier Tage, die uns vorkamen, als wären es drei Wochen, so vollgespickt sie waren. 

Drohne - Moshi

Am Ende der vier Tage verabschiedeten wir uns von ihnen, nachdem sie sogar einen Anschlußflug für uns organisierten, da wir unseren verpasst hatten. Und was machten wir in der Zeit, während unser ursprünglicher Flug bereits zum Start ansetzte? Seelenruhig flogen wir mit unserer Drohne konzentriert die Reisfelder bei Sonnenaufgang ab, um die besten Shots zu bekommen. Wahre Filmer!!! Bereits 5 Tage später sollten wir sie schon wieder sehen, um von hier aus zum Heimflug anzusetzen. Doch nun ging es erstmal in den Süden, wo wir nicht nur unseren Freund Max antreffen sollten, sondern ein erstes Mal unsere Wirkungsstätte in Mbeya zur Regenzeit erleben sollten.
 

DIE 44-KÖPFIGE FAMILIE | ZION HOME

Ankommen in diesem untouristischen und armen Teil des Landes ist immer ein wenig Heim kommen. Das Zion Home empfing uns wieder mit offenen Armen und die Begrüßungen zu jedem einzelnen der 44-köpfigen Familie fällt immer länger aus. Tariq war auch schon zum zweiten Mal hier, während Joshua und Max einige Gesichter und die Gegend nur von den Dokumentationen und vielen Videoeindrücken kannte. Ich selbst fühle mich bereits schon zur Familie gehörend und liebe es meine Schwestern und Brüder wieder in die Arme schließen zu können. Mehr Informationen zum Zion Home und The Olive Branch for Children: Hier! 

In den folgenden Tagen fuhren wir täglich in die nun fremd gewordene Umgebung der Savanne, die in der Regenzeit in völlig neue Farben erstrahlt. Was einst eine gelb-graue und endlose Landschaft war, blühte nun wie ein Brokkoli vor uns auf. Überall verliefen kleine Wasserläufe am Rande der Straße und hier und da waren Überschwemmungen zu sehen. Wir besuchten die Kindergärten in den Communities, die wir mit den Life All Stars aufbauen und unterhielten uns mit verschiedenen Dorfbewohnern. 

 

INSTAX UND DIE KRAFT DES SOFORTBILDES

Tariq setzte sein in Nepal begründetes Hobby weiter fort, mit dem er vielleicht eines Tages im Guiness Buch der Rekorde aufgenommen werden kann. Einst in der Erdbebenregion des Himalaya fand er ein uraltes Pärchen, welches noch niemals zuvor ein Foto von sich gesehen hat. Mit der Instax von Fujifilm vollbrachte der bärtige Samariter dann ein Wunder, indem er sie mit der Sofortbildkamera ablichtete und ihnen das Bild überreichte. Wer kann schon von sich behaupten, so etwas vollbracht zu haben und solche Menschen getroffen und ihnen damit eine Freude gemacht zu haben? Hier draußen in der abgeschotteten Einöde des Südens von Tanzania, einen der ärmsten Teile des Landes, trieb er diese Heldentat auf die Spitze. Wir besuchten Haus für Haus und hielten Mütter mit ihren Kindern, alte Frauen und Männer und auch stolze Besitzer eines alten Plattenspielers fest. Die Ergebnisse waren nicht nur schön anzusehen, sondern die Verwunderung und Freude der Menschen unbezahlbar. 

Auch Max und Joshua kamen auf ihre Kosten und am letzten Tag im Kinderhort des Olive Branch for Children, dem Zion Home, feierten sie alle zusammen mit der ganzen Familie meinen Geburtstag rein. Dies war einer der schönsten Jahrestage meines Lebens! Dann ging es in einem Rush wieder zurück nach Dar es Salaam und nach einem kurzen Zwischenstopp ein weiteres Mal nur noch zu dritt in den Norden zurück. Hier sollte 12 Stunden später, um Mitternacht unser Flieger zurück nach Istanbul kommen. Die ANDA Ladies empfingen mich mit einer Sektdusche und Red Bull für alle Leute! 
 

Turkish Airlines - Max Münch

Ein kleines Highlight stand noch aus. Fünf Tage zuvor berichteten wir in der Community von einer fehlenden Wasserpumpe, weshalb ein Schulbauprojekt nicht fortgesetzt werden konnte. Entsetzt mussten wir auf Tariqs Nachfragen feststellen, dass es dabei nur um 1000 Dollar ging, welche die Fertigstellung verhinderten. Schnell produzierten wir ein Aufruf-Video für die Community, um dieses Geld zusammen zu bekommen. Wir fieberten an unserem Abflugtag in den Süden nervös mit und hatten das Geld bereits nach nur sechs Stunden zusammen bekommen! Was für ein rührender Erfolg. Nun wollten wir dieses Geld an die zuständige Organisation übergeben und zwar bar. Das war eine echte Überraschung für sie und für uns eine aufregende und motivierende Episode des erfolgreichen Trips. So verbrachten wir die letzten Stunden in unserem Lieblingsrestaurant und ließen den Abend und die Reise ausklingen, bevor es wieder in der komfortablen Obhut der Business Klasse von Turkish Airlines nach Hause gehen sollte. 

 

Wer mehr zu unseren Tanzania-Projekten und den Life All Stars erfahren möchte oder uns auch unterstützen will in unserer Mission, der kann gerne unsere Webseite besuchen und sich über unsere Community auf dem Laufenden halten. 

www.lifeallstars.com
Autor: Sascha Gottschalk